Gesichter der Verfolgung

Veröffentlicht auf von BekkiBluemchen

Text und Bilder aus:  http://www.opendoors-de.org/ 

"Als der Richter das Todesurteil fällte, brach ich weinend und schreiend zusammen", sagte die pakistanische Christin Asia Noreen, auch Asia Bibi genannt. Ihr wird zu Unrecht vorgeworfen den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Sie hatte keine Chance, sich zu verteidigen. "In der gesamten Zeit, die ich im Gefängnis verbringen musste, bin ich nicht ein einziges Mal zu einer Aussage vor Gericht aufgefordert worden. Jetzt habe ich die Hoffnung verloren, dass man mir Gerechtigkeit widerfahren lässt."

Ashiq Masih, Ehemann von Asia Bibi mit seinen zwei Töchtern
Die Geschichte von Asia Noreen aus Ittanwali ging um die Welt. Die Mutter von fünf Kindern wurde nach den in Pakistan geltenden Blasphemiegesetzen zum Tod durch Erhängen verurteilt. Sie soll den islamischen Propheten Mohammed beleidigt haben. Darauf steht lebenslange Haft bzw. die Todesstrafe. Häufig dient dieses Gesetz als Vorwand zur willkürlichen Schikanierung von Christen.


Geplante Verschwörung

 

Asia Noreen beteuert ihre Unschuld und spricht von einer "geplanten Verschwörung" gegen sie. Man wolle ihr eine Lektion erteilen. Denn schon oft hatten Dorfbewohner versucht, sie zum Islam zu bekehren. Doch jedes Mal war sie standhaft geblieben. Auch an jenem verhängnisvollen Tag: Sie war gerade mit anderen Frauen ihres Dorfes zum Beeren Pflücken auf dem Feld. „Sie bedrängten mich wieder einmal, zum Islam zu konvertieren.“ Und Asia Noreen weigerte sich wie sonst auch. Es kam zum Streit. Die Muslimas warfen ihr vor, Lästerliches über den Propheten Mohammed gesagt zu haben.

Asia Bibi mit ihren TöchternSpäter stürmte ein Mob in ihr Haus und verprügelte sie. Die herbeigerufene Polizei nahm sie zunächst in Schutzhaft. Doch dann wurde ein Verfahren wegen Blasphemie gegen sie eingeleitet und sie musste im Gefängnis bleiben. Über anderthalb Jahre später fällte nun der Oberste Gerichtshof in Nankana gegen sie das Todesurteil.

Open Doors startet immer wieder Gebetskampagnen für einzelne Christen, die besonders bedroht sind und im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen."

 

 

 

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