Lebenslange Lebenslügen?

Veröffentlicht auf von BekkiBluemchen

In  meinen Leben werde ich zur Zeit immer wieder mit „Erfolg haben“ und „Nicht-Erfolg haben“ konfrontiert.

Was ich die letzte Woche dann festgestellt und neu erkannt habe war, dass „Erfolg“ KEIN biblisches Vokabular ist! Okay, in den Sprüchen kommt hin und wieder das Wort vor, aber das Erfolg-Wort, das ich jetzt gerade meine und von der die Gesellschaft redet, kommt nirgends in der Bibel vor!

Hier in der Welt – oft auch leider unter meinen Mitchristen – wird mir vorgelebt und gesagt, dass das Ziel des Lebens Erfolg sein sollte. 

Wie befreiend ist es da, dass die Bibel überhaupt nicht davon spricht! Nirgends in der Bibel steht, dass es darauf ankommt, Erfolg im Leben zu haben. Es geht darum, zu lieben, zu dienen, Gott ein Werkzeug zu sein!

 Lebenslange Lebenslügen

 

Nun kommt die zweite Lebenslüge:

Man erwartet von jedem Menschen (zumindest nach der Pupertätsphase), das man sich selbst präsentiert, sich selbst herstellt, „Bildhauer seiner selbst“ wird. Von jedem wird erwartet, noch besser, noch individueller, noch herausragender als der Andere zu sein. Welch ein Druck! Da ist doch schon Enttäuschung vorprogrammiert! Vielleicht seit ihr ja schon reifer und kennt das Problem gar nicht, aber ich weiß sehr gut, von was ich rede! Die Erwartung an sich selbst zu haben, immer besser als die anderen zu sein, aus der Masse herauszustechen, ist erstens egoistisch, führt zu Neid und zu Stolz bzw. Minderwertigkeitskomplexen. Das ist nicht Gottgewollt!

Und überhaupt: Nirgends in der Bibel steht, dass wir „aus uns selbst etwas machen“ sollen. Ja, in der Bibel steht genau das Gegenteil! Wir sollen einander dienen (nicht übertrumpfen), uns kleiner machen (nicht größer), lieben (nicht hassen, den anderen Gutes gönnen, nicht neiden).

 

Mir fällt auf, dass wir dauernd geraten bekommen, in erster Linie auf uns selbst zu achten („Als Erstes kommt mein eigenes Wohlergehen“). Wir sollen aufpassen, nicht ausgenutzt zu werden und immer eine gesunde Distanz zu Menschen wahren. Ein Beispiel gefällig? Wenn eine Freundin oder sonst ein Mensch Leiden erlebt, höre ich oft (und zu meiner Scham sage ich es selber manchmal): „Da muss sie jetzt selbst durch“ oder „Ich muss aufpassen, dass mein Herz nicht auch noch von den Problemen anderer belastet wird“,  „Bei aller Nächstenliebe, es geht auch um mich“, „Ich muss schauen, dass ich noch genug Kraft für mich selber habe – Ich muss innerlich Abstand nehmen von den Problemen anderer Leute…“ und „Ich muss mein eigenes Leben ja auch noch auf die Reihe bekommen.“ Ja, und hierfür hat jeder größtes Verständnis. Ob Jesus das auch hat?

Hallo?! Welchem Gott dienen wir mit solchen Aussagen? Dem Gott der Toten oder der Lebenden. Dem Gott der Liebe, oder dem Gott der Herzenskälte? Aufwachen! Er, der Sohn Gottes, hat sein Herzensblut für seine Leute fließen lassen! Er hat auf Kosten anderer gelitten, er wurde ausgenutzt…er hat noch viel mehr über den Zustand der Leute gelitten, als die Leute selbst!

Sind wir seine Jünger? Folgen wir ihm?

Wenn wir Angst haben, dass unsere Kraft von anderen Menschen so sehr aufgesaugt u. geraubt wird, dass wir womöglich keine Kraft mehr für uns haben – haben wir da aufgehört, die Bibel, Gottes Wort, ernst zu nehmen?!

 

Nicht wir sorgen für uns – sondern ER sorgt um uns! Nicht wir müssen unsere „Babykraft“ aufsparen, um uns mit unseren irdischen Kräften am Strohhalm festzuhalten – der himmlische König hält uns fest! Wie kommen wir auf diesen teuflischen Gedanken, wir könnten uns selbst erhalten? ER hat uns geschaffen und ist der Geber jedes einzelnen Atemzugs von uns!

Wir sollten den Griff um unsere Mini-Kraft, die wir an uns zerren, lösen, und unserem Herrn als Vertrauensgeschenk opfern!

Unsere leeren Gefäße werden gefüllt werden mit göttlicher Kraft. Diese ist nicht dazu da, uns selbst zum King zu machen, sondern alle Kraft ohne Grenzen in unsere Mitmenschen zu investieren.

Lasst uns Werkzeuge sein, die sich nicht selbst wichtig machen, sondern willig in des Meisters Hand liegen!

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Veröffentlicht in Mit Gott erlebt

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