Mein Liebstes opfern?!

Veröffentlicht auf von BekkiBluemchen

Mein Liebstes opfern?!

 

 

Gestern hat mich eine Geschichte des Alten Testaments ganz neu vom Hocker gehauen.


Ich war mitten beim Bügeln während die kleinen Kinderlein nebenher einen Film schauten. In der Filmreihe „Superbuch“ durchleben Comicfiguren biblische Geschichten durch eine „Zeitreise“ mit und lassen dies die zuschauende Kinder hautnah miterleben. Also eigentlich nichts mehr für mein Alter – es gibt wichtigeres: Bügeln! (Natürlich spickelte ich ab und zu  mit auf den Bildschirm…)


Schon schnell ahnte ich, um wen die Geschichte diesmal sich drehen würde: Abraham. Sofort kam mir dieses furchtbare Sonntagschul-Lied „Geh, Abraham, geh“ in den Sinn.  Uralt, schon etwas verstaubt – mit dem neuen Testament kann ich mehr anfangen!


Scheinbar höchst konzentriert widmete ich mich also dem nächsten zerknitterten Hemd.  Die Konzentration hielt aber nicht lange     an. Plötzlich horchte ich auf – Die Geschichte ging ja um die Opferung Isaaks! Damit hatte ich nicht gerechnet.  Überhaupt nicht. Besser gesagt: Ich hatte die Geschichte schon so gut wie vergessen!


Falls es euch ähnlich geht, könnt ihr hier das Wichtigste nochmal nachlesen:


http://www.bibleserver.com/text/NLB/1.Mose22


Natürlich steckte ich das Bügeleisen erst einmal aus und nahm neben den Kindern auf dem Sofa Platz. Dieser Kinderfilm hatte mich ganz gefesselt!


Als die Kinder nach dem Film abends friedlich in ihren Bettchen schliefen, lag ich noch lange wach und musste immer wieder an diese Bibelstelle denken.


Abraham wurde geprüft, ob er sein Liebstes opfern würde. Wer oder was ist mein Liebstes? Und: würde ich es Gott opfern bzw. zurückgeben? Würde ich meinen perfekt durchdachten Lebenstraum auf den Altar binden und Gott opfern? Wer oder was ist dein Liebstes?  Im vorletzten Satz sagte ich bewusst „zurückgeben“. Denn, alles, was wir Gott geben können, können wir ihm nur zurückgeben – alles kommt ja schon von ihm!


Musste da sofort an eine Predigt vom Hans Peter Royer denken.

Hier der betreffende Ausschnitt:

„Jetzt möchte ich euch erklären, was Freiheit ist. Ich versuche jedes Jahr eins, zwei oder drei Tage - da gehe ich spazieren mit meinem Herrn Jesus. Meistens gehe ich auf irgendeinen Berg - nicht klettern, nur wandern. Oder durch einen Wald irgendwo. Ich nehme nur meine Bibel mit. Ich lese mal wieder ein Kapitel, dann setzte ich mich wieder hin bete oder bete während ich gehe. Vor ein paar Jahren habe ich es auch gemacht und da hat Gott auf ganz besondere Weise zu mir gesprochen. Wiederum keine Stimmen, ok? - damit wir uns verstehen.


Er hat mir Gedanken in den Kopf gelegt. Und er hat mir vier Fragen gestellt. Und diese Fragen, die waren ganz real, nicht theoretisch. Wie ihr inzwischen wisst - ich liebe Österreich und meine Berge. Ich bin da zu Hause, das ist mein Beruf, das ist mein Hobby. Und Gott hat mir da eine Frage gestellt - das war ganz real. Er hat gesagt: "Hans Peter, ich weiß, du wohnst hier gerne, aber ich hätte dich gerne nächstes Jahr in England oder in Afrika oder in Indien - ist ja egal wo. Auf jeden Fall - ich könnte dich besser gebrauchen, wenn du für den Rest deines Lebens woanders hingehst.". Ich bin so weiter spaziert und ich hab mir so vorgestellt - das war ganz real - ok, morgen steige ich in mein Auto, mein alter Golf, fahr nach Indien oder sonst wohin. Meine Familie packe ich zusammen und verbringe dort den Rest meines Lebens. Und es ist mir schwer gefallen, aber ich kam zu dem Punkt, wo ich gesagt habe: "Lieber Gott, wenn das der einzige Weg ist, wie du mich gebrauchen kannst - lass uns nach Indien gehen.". Dann hat er gesagt: "Ok, Hans Peter, ich habe noch eine Frage. Ich weiß, du liebst deine Frau, deine Kinder. Aber, ich möchte dich von morgen an, als einen Einzelstehenden Mann gebrauchen. Macht es dir was aus, wenn ich deine Frau und Kinder heute Abend zu mir nehme?" -  Autounfall oder was auch immer. Und ich hab mir das so vorgestellt: Ok, morgen werde ich munter in der Früh. Ich geh rüber in die Küche - alles leer. Keine Frau mehr da, keine Kinder mehr da. Und, es ist mir sehr schwer gefallen. Aber, ich kam dann zu dem Punkt, wo ich gesagt habe: "Ok Vater, wenn das der einzige Weg ist, wie du mich gebrauchen kannst und möchtest, dann nimm mir heute Abend Frau und Kinder.". Dann hat er mir noch eine dritte Frage gestellt, er hat gesagt: "Hans Peter, ich weiß - du liebst Sport, du liebst Bewegung. Aber, ich möchte dich ab morgen im Rollstuhl gebrauchen. Wird’s dir was ausmachen wenn du ab morgen im Rollstuhl bist? Ich kann dich dann besser gebrauchen.". Ist mir wahnsinnig schwer gefallen, denn ich wusste, wenn ich jetzt "ja" sage, bin ich höchstwahrscheinlich morgen im Rollstuhl.  Das war so real. Das war ganz schwer, aber ich bin so weit gekommen - ich hab gesagt: "Herr Jesus,  wenn du mich nur im Rollstuhl gebrauchen kannst - ok, aber morgen im Rollstuhl.".Dann hat er mir noch eine letzte Frage gestellt: "Hans Peter, würde es dir was ausmachen, wenn ich mich selbst, den Herrn Jesus, aus deinem Leben herausnehme?" . Und ich vergesse das mein ganzes Leben nie. Das war ein körperlicher Schmerz, das war so wie, wenn mein Herz auseinander bricht. Und ich hab gesagt: "Herr, du kannst mir alles nehmen, aber dich selbst darfst du mir nicht nehmen, weil - sonst lebe ich nicht mehr." Und da war das Versprechen, das Gott mir gegeben hat: "Ich werde nie von dir gehen!".


Wisst ihr, was ich an und seit diesem Tag erlebt habe? Totale Freiheit! Ich wusste nach diesem Gebet: Die Welt, diese Menschen können mir mein Land nehmen, meine Arbeit, meine Familie, meineGesundheit, aber sie können mir nicht mein Leben nehmen. Und dann habe ich zum ersten Mal kapiert, was Paulus gesagt hat - in Philipper 1, 21: "Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn." (Luther). Mein Leben ist Christus, er ist der einzige Grund, warum ich lebe, der einzige Grund, warum ich hier bin. Er alleine ist mein Leben, nicht meine Gesundheit, nicht mein Aussehen, nicht mein Beruf, nicht mein Land, nicht meine Familie. Das sind alles Geschenke und Gaben über die ich so dankbar bin, aber sie sind nicht mein Leben. Und ich war zum ersten Mal in meinem Leben total frei. Und diese Freiheit konnte mir niemand nehmen und kann mir auch heute niemand nehmen und ich lasse sie mir auch von keinem mehr nehmen. Wenn Christus dein Leben ist, dann ist es egal, ob du in Bayern bist,in Österreich, in Indien oder in Australien. Wenn Christus dein Leben ist, dann ist es egal, ob du hübsch bist, ob du weniger hübsch bist, ob du dick, ob du groß, ob du klein bist. Das spielt keine Rollen, denn Christus ist dein Leben. Wenn Christus dein Leben ist, dann spielt es keine Rolle, ob du verheiratet bist, ob du allein stehend, ob du Kinder hast, ob du keine hast. Denn Christus ist dein Leben. Und da hab ich zum ersten Mal verstanden, als Jesus gesagt hat:  "Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich frei sein." (Johannes 8, 36).“

 


 

Nothing left to say…außer das Lied "Lay it on the altar" das dazu perfekt passt.

 

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Veröffentlicht in Mit Gott erlebt

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