Warum halten wir uns von Ihm fern?
"...dass wir nie wieder von IHN weglaufen"

Unser größtes Problem auf Erden wurde mir heute mal wieder deutlich bewusst. Beim Abendessen blätterte ich durch das Buch Jeremias. Geradezu pausenlos sprangen mir Verse ins Auge, die ziemlich direkt und treffend aussagten, wie das Volk Israel damals sich von Gott abwandten. Als ich die Verse durchlas musste ich aber sofort an den Stand meines Herzens / unserer Herzen denken.
Hier hab ich ein paar Verse einmal herausgepickt:
Der momentane Zustand:
- „Sie haben überhaupt nicht danach gefragt, was der Herr von ihnen will.“ Jeremia 10,21
- „Die Wahrheit bedeutet ihnen nichts. Und an mich verschwenden sie keinen einzigen Gedanken“ spricht der Herr.“ Jeremia 9,2
- „Sie wollten mein Gesetz nicht kennen und schon gar nicht danach leben. Lieber taten sie, was ihnen in den Sinn kam, und rannten den Baalsgötzen hinterher…“ Jeremia 9,12+13
- „Warum…halten sie sich von mir fern?“ Jeremia 8,5
- „Sie haben mir nicht gehorcht, sie haben nicht einmal richtig zugehört. Sie haben stattdessen getan, was ihnen in den Sinn kam und was ihr böses Herz ihnen eingab zu tun. Sie drehten mir den Rücken zu – und damit das Gesicht von mir weg.“ Jeremia 8,24
- „Ihr habt genau die gleichen bösen Taten getan – und obwohl ich unaufhörlich gemahnt habe, habt ihr nicht gehört. Immer wieder habe ich euch gerufen, aber ihr habt nicht geantwortet.“ Jeremia 7,13
- „Statt dass sie mir das Gesicht zuwenden, drehen sie mir ihren Rücken zu. Tag für Tag, Jahr für Jahr habe ich mich aufgemacht, habe sie unermüdlich gelehrt, aber sie hörten mir nicht zu und wollten sich nicht von mir zurechtweisen lassen.“ Jeremia 32,33
- „Zu euch rede ich immer wieder, von früh bis spät, aber ihr hört mir nicht zu!“ Jeremia 33,14
- „Niemand hat Achtung vor mir, niemand lebt so, wie es meine Gesetze vorschreiben. Keiner kümmert sich um meine Gebote, die ich doch euch und euren Vorfahren als Richtschnur gab.“ Jeremia 44,10
- „Ihr habt nicht mehr darauf gehört, was der Herr zu euch gesagt hat, habt euer Leben nicht mehr an seine Weisungen, Geboten und Gesetzen ausgerichtet.“ Jeremia 44,23
- „Als ich rief, antwortet ihr nicht, und als ich sprach, höret ihr nicht zu. Ihr habt getan, was in meinen Augen schlecht ist und erwählt, was mir nicht gefällt.“ Jesaja 65,12
- „Wie lange willst du noch umherirren, meine treulose Tocher?“ Jeremia 31,22
Oh man, richtig schlimm hört sich das an. Wie Kinder, die in der Trotzphase immer das Gegenteil von dem tun, was ihre Eltern von ihnen verlangen. Umso peinlicher, dass das uns heute immer noch betrifft! Natürlich – ich habe Gott mein Herz übergeben, ich sage ihm andauernd, dass ich ihm gehorchen möchte- doch tue ich das auch? Tag für Tag, Jahr für Jahr macht Gott sich auf, um Dir und mir zu begegnen, um uns zu lehren (Jeremia 32,33) und was mache ich? Gebe ihm täglich nur eine begrenzte Zeit der Begegnung, rede wie ein Wasserfall und geh danach wieder meinen Weg. Jesaja ist hier mein Vorbild. Er sagt: „Morgen für Morgen öffnet er [Gott] mir das Ohr, damit ich höre, wie ein Jünger hört.“ Jesaja 50,4 – Ja, das ist Gottes sehnlicher Wunsch! Das ganze Buch Jeremias handelt von Gottes Sehnsucht, uns lehren zu dürfen und hier auf offene Ohren zu stoßen!
- „Unsere Sünden häufen sich vor dir und unsere Verfehlungen sprechen gegen uns. Unsere Abtrünnigkeit steht uns vor Augen und unsere Sünden sind uns bewusst: Wir haben uns gegen den Herrn gewandt und ihn verleugnet. Wir haben unserem Gott die Nachfolge versagt. Wir reden von Gewalt und Ungehorsam. Wir gehen mit Lügen schwanger und lassen sie aus unseren Herzen hervorbrechen…“ Jesaja59,13
Wie Gott es sich EIGENTLICH vorgestellt hatte:
- „Sie sollten mein Volk sein, sollten mir Lob und Ehre bringen und meinen Ruhm verbreiten. ABER…“ Jeremia 13,11
- „ Ich [Gott] hatte es mir so gut gedacht, wie meine eigenen Kinder wollte ich euch behandeln. Dieses herrliche Land, das wertvollste der ganzen Welt wollte ich euch schenken. Ich freute mich darauf, dass ihr „mein Vater“ rufen würdet, und glaubte, dass ihr mich nie verlassen würdet. ABER…“ Jeremia 3,19
Warum wir Gott nicht Ehre bringen können und stattdessen nicht auf ihn hören:
- „Die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, um euch zu helfen und er ist nicht taub, dass er euch nicht hören würde. Nein, eure Sünden sind eine Schranke, die euch von Gott trennt.“ Jesaja 59,1
Hoffnungslos? Nein!
- „Er (Jesus) nahm unsere Krankheiten auf sich und trug unsere Schmerzen. […] Wegen unserer Vergehen wurde er durchbohrt, wegen unserer Übertretungen zerschlagen. Er wurde gestraft, damit wir Frieden haben. Durch seine Wunden wurden wir geheilt!“ Jesaja 53,4+5
Da Jesus gezahlt hat, kann und möchte Gott uns vergeben:
- „Ich will ihnen ihre Sünden vergeben und nicht mehr an ihre bösen Taten denken“ Jeremia 31,34
- „Ich will sie von all ihrer Schuld reinwaschen, mit der sie gegen MICH gesündigt haben. Alle bösen Taten, mit denen sie sich gegen mich gewandt haben und durch die sie mir untreu geworden sind, will ich ihnen vergeben.“ Jeremia 33,8
Ja ´un nu´?
- „Ich [Gott] bin bei dir, um dir zu helfen und dir den Sieg zu schenken. Ich, der Herr, habe gesprochen! Ja, ich will dich aus der Hand der Bösen reißen.“ Jeremia 15,20
- „Pflügt neuen Boden! Werft eure gute Saat nicht unter die Dornen! Reinigt euren Geist und euer Herz vor dem Hern!“ Jeremia 4,3
- „Kommt doch zu mir zurück, meine Kinder, die ihr von mir weggelaufen seid!“ Jeremia 4,22
- „Mein treuloses Volk, kommt zu mir zurück! Ich will nicht mehr zornig auf dich sein, und weil ich gütig bin, will ich dir deine Treulosigkeit nicht ewig nachtragen. ABER DU MUSST EINGESTEHEN; DASS DU FALSCH GEHANDELT HAST.“ Jeremia 3,12+13
- „Wenn Du umkehrst, wenn du wirklich umkehren willst, dann wirf diese widerlichen Götzen [alles was wichtiger als Gott ist] endlich weg, dann will ich dich gerne wieder annehmen.“ Jeremia 4,1
- „Ich [Gott] will ihnen ein Herz geben, das verständig ist, damit sie erkenne, dass ich der Herr bin. Sie sollen mein Volk sein und ich werde ihr Gott sein, denn sie werden sich aus ganzen Herzen wieder zu mir zuwenden.“ Jeremia 24,7
- „Ich [Gott] will ihnen den Wunsch wecken, mich anzubeten und zu fürchten, sodass sie nie wieder von mir weglaufen. Ich werde Freude daran haben, ihnen Gutes zu tun.“ Jeremia 32,40+41
Habt ihr es rausgehört? Gottes sehnlicher Wunsch ist, „….dass sie nie wieder von mir weglaufen.“
Wow!